Bestellung von MH-Ausweisen und Anhängern

Sie können bei uns Ausweise (Warnkarten) für Personen bestellen, welche auf MH empfindlich sind. Neben den Ausweisen in Kreditkartengrösse sind auch Notfall-Anhänger erhältlich.

Bitte beachten Sie, dass wir aus organisatorischen Gründen die Bezahlung der Ausweise über die Schweizerische Muskelstiftung abwickeln. Der Ausweis kann erst versandt werden, wenn uns die Schweizerische Muskelstiftung den Zahlungseingang bestätigt hat.

Das Formular zur Bestellung von Ausweisen befindet sich unten auf dieser Seite. Die Bankverbindung ist:
Schweizer Muskelstiftung, Postkonto: 40-588383-0
Basellandschaftliche Kantonalbank Allschwil
Clearing Nr. 769, Konto Nr: 16 1. 434.020.68
BIC/SWIFT: BLKBCH22, IBAN: CH80 0076 9016 1434 0206 8

Provisorische Ausweise für Kinder

Sind Sie auf maligne Hyperthermie empfindlich, so können Sie bei uns auch Notfallausweise für Ihre Kinder bestellen. Es handelt sich hier um provisorische Ausweise, welche auch so bezeichnet sind. Im Gegensatz zum endgültigen Ausweis ist auf diesen Warnkarten der Satz "... könnte auf MH empfindlich sein" aufgebracht.

Provisorische Ausweise sind für die Kinder ein Schutz, sollten diese eine Narkose benötigen. Ganz allgemein sind jedoch provisorische Ausweise auch ein Problem. Sind zu viele provisorische Ausweise im Umlauf, resp. werden diese nicht durch definitive Ausweise ersetzt, so besteht die Gefahr, dass die Warnung 'MH positiv' nicht mehr ernst genommen wird. Wir sind bemüht, so viele definitive Diagnosen wie irgendwie möglich zu stellen und entsprechende Warnausweise aus zu stellen. Hiermit garantieren wir für MH empfindliche Personen den höchstmöglichen Schutz.

Wir testen in der Regel keine Kinder unter ca. 17 Jahren (siehe auch Diagnostik). Für Personen, welche auf MH getestet werden können stellen wir keine provisorsichen Ausweise aus.

Ausweise bei Schwangerschaft

Wenn Sie selber keine MH Empfindlichkeit haben, Ihr Partner jedoch MH positiv ist, dann hat das ungeborene Kind ein Risiko von 50%, ebenfalls MH positiv zu sein. Dies hat Auswirkungen auf die Anästhesiemedikamente, welche Ihnen als Schwangere gegeben werden dürfen. Sie müssen für die Zeit der Schwangerschaft so behandelt werden, wie wenn Sie selber MH positiv wären.

Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil bei einem sehr dringenden, notfallmässigen Kaiserschnitt häufig eine Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt wird. Genau in diesen Situationen sind beide MH-auslösenden Medikamentengruppen (gasförmige Anästhetika und Succinylcholin) der Standard. Aus diesem Grund macht es Sinn, wenn Sie eine Warnkarte auf sich tragen.

Der Vorschlag vom Schweizerischen MH-Zentrum wurde auch von der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesie und Reanimation (SGAR) gutgeheissen und in der Schweiz entsprechend verbreitet. Auch die kantonalen Spitalapotheker haben diesen Vorschlag gesehen und gut geheissen.

Für die einzelnen Kliniken bedeutet die neue Lieferung trotzdem ein Rückschritt, muss doch deutlich mehr Material zusätzlich an Lager gehalten werden. Die bisher gelieferten Einheiten, welche auch das Lösungsmittel in Flaschen à 60ml beinhaltet haben, waren eindeutig einfacher und praktischer.


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